Nachhaltigkeit bei Sequoya

lick auf den Nationalpark Harz in dem ein weitläufiges Waldsterben durch den Klimawandel stark beschleunigt wird

„Würde nur die Finanzbranche in Deutschland ihren
Büropapierverbrauch auf Paper 4.0 umstellen, würde damit eine Energieersparnis erzielt, die dem Jahresstromverbrauch sämtlicher Privathaushalte einer Großstadt mit ca. 240.000 Einwohnern entspräche.“[1]

Nachhaltigkeit ist uns bei Sequoya ein ganz persönliches Anliegen. Trotzdem hat mich dieser Satz auf der Homepage des Herstellers unseres Druckerpapiers beeindruckt. Ich fragte mich, wie groß die Einsparungen wären, würden wir alle in unseren Druckern und Kopierern recyceltes Papier verwenden. Ich habe nachgerechnet, was das alleine in unserem Büro bedeutet. Im Vergleich zu Frischfaserpapier aus Holz, sparen wir durch den Einsatz von modernem Recyclingpapier in der Herstellung jährlich 149 kg Holz, 2160 l Wasser, 386 kWh Energie und 31,9 kg CO2. Das ist nicht schlecht! Und es gibt noch einige andere Bereiche in denen wir unseren Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit leisten.

Im Zuge von verstärkten Hygienemaßnahmen haben wir im Bad einen Papierhandtuchspender installiert. Auch dort verwenden wir recyceltes Papier, das mit dem Blauen Engel ausgezeichnet ist, ebenso wie das WC-Papier.

Und das Beste daran: Auf Grund von modernen Produktionsmethoden können Umweltschutz und Komfort Hand in Hand gehen. Das Papier im Bad ist genauso weich wie seine Kollegen aus frischem Holz. Der Weißegrad des Kopierpapiers ist so hoch, dass man es praktisch nicht als Recyclingpapier erkennen kann. Vorbei sind die Zeiten von braunem Schmirgelpapier im Bad und Firmendokumenten im grau-braunen Altpapier Look.

Auch unser Drucker trägt den Blauen Engel für geringen Energieverbrauch, emissions- und lärmarmen Betrieb und Langlebigkeit. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auf lange Sicht auch den Geldbeutel und die Nerven. Und schützt unsere Gesundheit und die unserer Kunden, da wir die Feinstaubbelastung im Büro geringhalten können.

Laut Baubiologie Magazin gelangen durch private Endverbraucher ca. 630.000 Tonnen Chemikalien aus Reinigungsmitteln jährlich ins Abwasser. Daraus entstehen vielfältige Umweltprobleme, wie z.B. Nährstoffanreicherung in Gewässern mit nachteiligen Folgen für die Gewässerökologie oder Verunreinigung von Grund- und Oberflächenwasser. Hinzu kommt, dass immer mehr Tenside aus Palmöl hergestellt werden, was die Abholzung von Regenwald weiter beschleunigt.

Nicht nur für die Umwelt können Reinigungsmittel eine Gefahr darstellen. Auch die Gesundheit des Menschen können bedenkliche Inhaltsstoffe negative Auswirkungen haben. So kann beispielsweise eine erhöhte Anreicherung von Schadstoffen in Innenräumen durch Duft- und Konservierungsstoffe hervorgerufen werden.[2]

Deshalb setzen wir bei den Reinigungsmitteln auf zertifiziert nachhaltige Produkte die nicht nur gut riechen, sondern deren waschaktive Stoffe aus pflanzlichen und mineralischen Rohstoffen stammen, zu 100% biologisch abbaubar sind und ohne petrochemische Konservierungsstoffe, Duft- und Farbstoffe auskommen.

Ebenso nehmen wir unser Trinkwasser aus der Leitung und filtern es mit einem Carbonit Filter, anstatt kistenweise Flaschen ins Büro zu schleppen.

Unsere Kapselmaschine für den Kaffee, so praktisch sie auch war, haben wir eingemottet und gegen mehrere French Press ausgetauscht, die wir mit fair gehandeltem Kaffee aus biologischem Anbau befüllen. Was noch dazu geführt hat, dass sich die Kosten deutlich verringert haben im Vergleich zu den Kapseln.

Wo wir können, setzen wir Energiesparende Lampen mit LED-Technologie ein und sparen somit jede Menge Strom. Ein kurzer Überschlag hat ergeben, dass wir dadurch im Jahr mehr als 250 kWh sparen. Was ganz nebenbei eine Kostenersparnis von fast 80€ jährlich ergibt.

Und da sich der Stromverbrauch in einem Büro trotzdem nicht ganz vermeiden lässt, haben wir in einen Ökostromtarif gewechselt, womit wir auch den Ausbau von erneuerbaren Energiequellen in Deutschland unterstützen.

So gibt es viele kleine Dinge, die in der Summe einen signifikanten Unterschied machen. Angefangen bei der Energiesparleuchte mit LED-Technologie, über den Drucker und das Papier, was wir verwenden. Hin zu ökologisch verträglichen Reinigungsmitteln und gefiltertem Wasser statt Plastikflaschen. Oder dem täglichen Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad statt dem Auto.

Es gibt noch viel zu tun, auch wir wissen, dass dies erst ein Anfang ist. Es braucht noch viel größere, gemeinsame Anstrengungen, hin zu einem wirklich nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und der Bewältigung der Herausforderungen, die der Klimawandel an uns stellen wird.

Und auch wenn es noch viel ressourcenintensivere Industrien und Verbraucher*innen gibt als ein kleines Büro in Berlin Kreuzberg oder unsere Privathaushalte, so hat sich in meinen Recherchen doch gezeigt, dass kleine Schritte sehr wohl einen Einfluss haben können. Wir hoffen, damit auch weitere Menschen sowie Firmen inspirieren zu können, ihren Beitrag zu leisten.

Wenn Sie noch weitere Tipps und Anregungen für die nächsten Schritte haben, freuen wir uns sehr, wenn Sie dies mit uns teilen.

Matthias Härter, 18.11.2020

 

[1] https://www.stp.de/bueropapiere/#c175, abgerufen am 14.11.2020

[2] https://baubiologie-magazin.de/hygiene-im-haushalt-teil-3-reinigungsmittel-oekologisches-putzen-lohnt/, abgerufen am 14.11.2020

Titelbild: Blick auf den Nationalpark Harz in dem ein weitläufiges Waldsterben durch den Klimawandel stark beschleunigt wird

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